Schulgeld für Ebrima und Essa

Ein Aufruf von Karin und Udo

18.   März 2021

Die wirtschaftlichen Folgen des Corona-Lockdowns sind überall auf der Welt zu spüren, so auch in Gambia. Wenn einem Menschen dort das regelmäßige Einkommen wegbricht, zieht das einen „Rattenschwanz“ an finanziellen Engpässen nach sich, da der Staat extrem schwach ist. In Ebrimas (12 Jahre alt) und Essas (14) Fall betrifft es vor allem ihre Schulbildung.

Die beiden Jungen sind Halbbrüder. Sie werden im Moment, zusammen mit ihrer inzwischen  zweifach verwitweten Mutter, von ihrem ältesten Bruder Amadou versorgt. Der zweite Ehemann, ein Fischer, verstarb vor zwei Jahren. Amadou konnte im August 2019 durch unseren Zuschuss seine Ausbildung als Masseur abschließen und erhielt eine Anstellung in einem Hotel. Da dieses aber im April 2020 wegen des Lockdowns geschlossen wurde, verlor Amadou seine Arbeit, wie alle Angestellten dort. Seither dient er sich in allen möglichen Bereichen als Aushilfskraft an. Leider reicht das, was er dabei verdient, nur gerade so für Nahrungsmittel.

Essa und Ebrima vor ihrer Schule

Wir rufen deshalb auf, für das Schulgeld für Essa und Ebrima zu spenden. Wenn viele Menschen einen Beitrag leisten, vielleicht auch nur einen kleinen, ihrer eigenen finanziellen Lage angemessenen, können wir gemeinsam den Schulbesuch zunächst einmal für dieses Schuljahr ermöglichen. Wir beide bezahlen im Augenblick bereits zwei jungen Männern die Ausbildungsgebühren für ein Universitätsstudium und eine Ausbildung zum Koch am Tourism and Hospitality Institute und freuen uns über jede noch so kleine Spende für Essa und Ebrima.

Insgesamt bräuchten wir etwa 600 Euro. Am hilfreichsten für diese Familie wären natürlich Patenschaften, damit auch weitere Schuljahre gesichert wären. Dabei entstünden Kosten auf einen Monat gerechnet von weniger als 30 Euro.

Amadou hält sich und seine Familie mit Gelegenheitsjobs über Wasser

Keiner weiß genau, wann die Touristikbranche, die erst richtig mit Beendigung des Lockdowns in Europa anlaufen kann, in Gambia wieder Masseure wie den 26jährigen Amadou, einstellen wird. Aber jedem ist bestimmt bewusst, dass alle Kinder dieser Welt in der Zwischenzeit trotzdem Zugang zu einer angemessenen Schulbildung haben sollten. Insbesondere jene, deren Lebensweg in vielerlei Hinsicht beschwerlich ist.

Vielleicht schafft es die jetzige Jugend in Gambia eines Tages, für ihre Gesellschaft produktiv und innovativ zu sein und sich etwas unabhängiger zu machen. Dann könnten wir unseren winzigen Beitrag rückblickend noch positiver bestätigt sehen, als wir das im Moment abschätzen können.