Reis-Nothilfe in der Corona-Krise – konkret und direkt…

 

von Sonja Rau

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir hören schlimme Nachrichten aus Gambia. Große Sorgen macht uns nicht nur die Ausbreitung des Virus, sondern viel mehr die dadurch ausgelöste wirtschaftliche Situation. Wie in vielen Ländern der Welt sind Hotels und Restaurants geschlossen, auch alle Betriebe. Unser Gambia-Hilfe-Laden ist geschlossen und der Ausbildungsbetrieb von Schlosser Saidi Khan von gegenüber, den wir schon mit Hilfsprojekten unterstützt haben, darf nicht weiterlaufen.

Für die meisten Menschen in Gambia ist dies katastrophal, weil sie von der Hand in den Mund leben müssen. Anders als in Deutschland gibt es vermutlich weder staatliche Sozialleistungen, noch einen staatlichen Rettungsschirm. Auf Ersparnisse können die wenigsten zurückgreifen, da sich bei den geringen und unregelmäßigen Gehältern und Einnahmen kaum Geld sparen lässt. Und Preise für Lebensmittel und Busfahrten steigen weiter!

Wir wenden uns deshalb mit der Bitte um akute Unterstützung an Sie und Euch! Wir planen gerade eine Hilfsaktion, die konkret ist und direkt an die Menschen in unserem gambianischen Umfeld geht. Wir planen sie gemeinsam mit den Leuten meiner Projekte, denen ich vertraue, weil ich sie jahrelang kenne. Wir sammeln Geld, von dem sie Reis kaufen und ihn verteilen werden (nicht das Geld). Andere unserer Vereinsmitglieder sind aktuell in ihrem jeweiligen Umfeld aktiv.

Ja, ich weiß, viele in Deutschland und Europa sind selbst sehr betroffen – aber vielleicht kann der eine oder die andere doch ein bisschen etwas abgeben für Menschen in einem der ärmsten Länder der Welt, in dem es sowieso an stabilen Strukturen fehlt.

Die Spenden können auf unser Vereinskonto mit dem Hinweis „Corona-Hilfe in Busumbala“ überweisen werden – Konto: Gambia-Hilfe Freiburg bei der GLS-Bank in Bochum, IBAN DE92 4306 0967 7924 3709 00. Bis 100 € gilt der Einzahlungsbeleg als Spendenquittung, so sparen wir Portokosten.

Das Projekt, das wir mit den Spenden starten werden, ist eine direkte Lebensmittelhilfe. Unser Projektpartner Lamin Jabbi in Busumbala kauft Reis, bedürftige Familien holen ihn bei ihm ab. Lamin kennt die Lebensverhältnisse der Leute um ihn herum besser als jedes Sozialamt. Er weiß, wem wirklich geholfen werden muss. Wir bauen vier Stationen auf bei Leuten, denen wir vertrauen, die nach und nach den Reis verteilen – so lange wie Eure Spenden reichen, bis er also weg ist oder wieder neuer gekauft werden kann.

Solche oder andere kleine und unmittelbare Hilfsprojekte könnt Ihr auch in Eurem Umfeld starten!
Ihr könnt auch eure Freund*innen auf unsere Aktion aufmerksam machen. Danke schon mal dafür. Und zuletzt: Falls ihr – wider Erwarten – Einsätze in Gambia von großen Hilfsorganisationen kennt, sagt uns Bescheid!

Ganz herzliche Grüße – und bleibt gesund und munter,

Sonja Rau